Reggae music is more than just a style or fashion, roots reggae music is an expression of positive livity deeply connected to the message of Rastafari.

Roots reggae music and its message of one love had – and still has – a massive influence on masses of people all around the globe. There are reggae artists and people inspired by the Rastafarian movement everywhere. However, during the last decades this rich cultural heritage seemed to loose proper acknowledgement of mass media, politics and even the youths especially in Jamaica, the place of its origin.

During the last years a young generation of upcoming independent reggae artists, activists, writers, actors, graffiti artists and dedicated young people from different fields of art and culture formed a movement in Jamaica which is currently named the „reggae revival“. Surely this term is not meant to disrespect generations of impressive reggae artists who, without doubt, produced a massive amount of great reggae and roots music throughout all the years, while having an impact on huge masses of people all over the world.

What is interesting, concerning the reggae revival movement, is that most of the artists involved are working independently and trying to reach the youths of Jamaica by providing alternative ways to deal with problems of the younger generation. This is happening throughout various forms of cultural expression. Studying Jamaica’s rich cultural heritage of roots reggae music, culture and Rastafari philosophy, the revivalists managed to form bands and artistic expressions which try to catch up a deep spiritual vibe that is spread to empower the Jamaican youths to seek self-consciousness and positivity within themselves, express themselves whether through artistic or other expressions and contribute to build a movement able to change life in Jamaica in a positive way effectively.

Following the activities of reggae music for more than 10 years and interacting with the younger generation movement and its activists for more than two years now, our interest grew constantly towards our conviction that the movement created a high potential and energy for expansion and an ability to initiate important changes. We had some good interviews and conversations with Dutty Bookman, Kabaka Pyramid, Jah9, Protoje, Chronixx, Luciano, Matthias ‚Fyahs‘, Iba Mahr, Yaadcore, Ranking Joe, U Brown, Prezident Brown, Linval Thompson,… as well as with journalists from riddim magazine and famous german directors Pepe Danquart and Wim Wenders. In Jamaica we intend to include many more activists and show the vibes and atmosphere of places like Wickie Wackie, Jamnesia, Kingston Dub Club, Earl Chinna’s Yard…

Billy Mystic roots and culture film screenshot

Roots-Reggae-Musik ist mehr als nur Musik oder Style, sie ist der Ausdruck einer positiven Lebensweise, die oft eng verbunden ist mit der Rastafari-Philosophie.

Roots-Reggae-Musik und ihre Botschaft von One Love hat weltweit einen enormen Einfluss. Seit der internationalen Verbreitung ab dem Ende der 1970er Jahre scheint es in jedem Winkel der Erde Reggaebands und durch Rastafari inspirierte Menschen zu geben. Jedoch schien dieses reiche kulturelle Erbe in den vergangenen Jahrzehnten gerade an seinem Entstehungsort, in Jamaika, an Achtung und Aufmerksamkeit durch die Politik, Massenmedien und die Jugend zu verlieren.

In den letzten Jahren hat sich nun eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern, Aktivisten, Filmemachern, Designern, Schauspielern, Tänzern, Graffitimalern und engagierten Schaffenden aus anderen Kunstfeldern zu einer Bewegung formiert, die momentan unter dem Begriff „Reggae Revival“ zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt. Der Begriff wurde jedoch nicht geschaffen, um Generationen von großartigen Roots Reggae Künstlern gering zu schätzen, die zweifelsohne über die Zeit hinweg bahnbrechende Musik produziert und damit weltweit Menschen erreicht haben. Vielmehr soll der Begriff auf das Ziel hindeuten, in Jamaika wieder ein angemessenes Bewusstsein für diese Art der Kunst und Kultur zu etablieren. Das Spannende an der Reggae Revival Bewegung ist die bisweilen überwiegend unabhängige und gemeinsame Arbeit unterschiedlicher Ausdrucksformen mit dem Versuch, dadurch wieder einen Draht zur jamaikanischen Jugend zu gewinnen, Alternativen und Perspektiven zu herrschenden Problemen aufzuzeigen, um die Jugend hin zu einem positiven (Selbst-) Bewusstsein zu führen.

Einige der Musikerinnen und Musiker unter den Revivalists feierten im Sommer 2013 ihren großen Durchbruch in Europa und den USA, erste Vergleiche mit der revolutionären Kraft Bob Marleys und Peter Toshs tauchen auf – und es scheint als seien diese Musiker nur die Spitze einer umfassenden Bewegung, die sich in Jamaika langsam erhebt.

In welchem sozialen und politischen Kontext entsteht diese kulturelle Bewegung und was macht sie so revolutionär? Was sind die ganz persönlichen Beweggründe einzelner Protagonisten dieser jamaikanischen Jugend, sich gegen beherrschende Trends in und außerhalb Jamaikas zu stellen? Gegen was, oder wofür erheben sie gemeinsam mit anderen Künsten ihre Stimme und wie schaffen sie es nicht zuletzt diese Stimme in die Welt hinaus zu tragen?

Gemeinsam mit Vertretern des Reggae Revival soll ein ganz persönliches Portrait der Bewegung im Dokumentarfilm-Format entstehen. Seit nunmehr zwei Jahren verfolgen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Protagonisten deren Schaffen und werden Anfang 2014 für drei Monate vor Ort in Jamaika sein, um gemeinsam mit ihnen direkt an den Ursprungsorten die Geschichte des Reggae Revival zu erzählen. Wir werden inspirierende Orte wie den Kingston Dub Club, den Jamnesia Surf Club am Wickie Wackie Beach, verschiedene Tonstudios und Earl Chinna`s Yard kennen lernen, spannende Gespräche mit jungen Musikern, Künstlern und Aktivisten, aber auch älteren Vertretern der Reggae-Geschichte führen.

Durch unsere Arbeit und unsere Erfahrung sind wir davon überzeugt, dass es diese energiegeladene Bewegung schaffen kann, weiter zu wachsen und zu wichtigen positiven gesellschaftlichen Veränderungen beizutragen. Wir hatten bereits vielversprechende Interviews und Vorgespräche mit Dutty Bookman, Kabaka Pyramid, Jah9, Protoje, Chronixx, Luciano, Matthias ‚Fyahs‘, Iba Mahr, Yaadcore, Ranking Joe, U Brown, Prezident Brown, Linval Thompson uns vielen anderen, mit Redakteuren vom Riddim Magazin und den Regisseuren Pepe Danquart und Wim Wenders. In Jamaika möchten wir zahlreiche Aktivisten in den Filmprozess einbeziehen, um ein umfassendes Bild der Situation vor Ort zeichnen zu können.